Kanaillen der Straße

by Lappalie

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janmuenkemueller Habe euch in der letzten Woche in der Rostocker Fußgängerzone gesehen. Weiter so mit der Punkfolkstraßenmusik!
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1.
„Gibt es sowas wie zur falschen Zeit am falschen Ort,“ fragt mein Schweinehund im Emotionstierheim Warum hat ihn von dort noch niemand abgeholt? Mit Schwärmereien träumt er sich weg, dort auch allein. Den Geruch der Freiheit, wenn der Sommer kommt mit dem Fahrrad an den Kornfeldern vorbei vergisst er nie, so wie das erste Bier am schönen See oder am Strand mit ihr die schönste Liebelei Und er haut seine Gedanken wie Blätter in den Wind von denen kein eines an den Linden verbleibt Schaut mal bei ihr vorbei, schaut für mich, was sie so treibt Wenn der Weg das Ziel ist, geht er lieber querfeldein wo Gedanken nicht so festgetreten sind Dort lässt er in sein Luftschloss sie am Liebsten rein bis auf dem Weg nach Haus die Illusion gerinnt Und wenn die Tage dann mit ihrem grauen Antlitz sich festbeißen in Herbstmelancholie Denkt er „Chaos ist besser, als wenn man am Rand sitzt“ Er denkt so vieles, und so häufig auch an sie Und er haut seine Gedanken wie Blätter in den Wind von denen kein eines an den Linden verbleibt Schaut mal bei ihr vorbei, schaut für mich, was sie so treibt Wie sie leibt und lebt, ihre Wege geht Ob ihr das Leben durch die Haare weht
2.
In der Fußgängerzone steh ich ganz allein und niemand von euch wirft mir ein paar Groschen rein Fiese Blicke treffen mich aus euren Augenwinkeln Dabei wollt' ich euch doch gar nicht in die Einkaufstaschen pinkeln Kein Kleingeld für Kanaillen auf der Straße Ich glaube, heut lass ich's lieber sein Ich gehör zu den Lappalien der Gasse Vielleicht geh ich heute dabei ein Ich sing ein Lied von Rio, weil ich ihn heute brauch Lächle in kalte Gesichter, packe meine Seele aus Träum mich weg, bis ich check, dass heut niemand stehen bleibt Dass ich keine Träume weck, kein Passant mal mit mir pfeift Kein Kleingeld für Kanaillen auf der Straße Ich glaube, heut lass ich's lieber sein Ich gehör zu den Lappalien der Gasse und werde trotzdem mir die Seele frei schreien Auf einmal bleibt da jemand stehen: „Ich kenn doch dieses Lied!“ Ich sag „Es war von Rio Reiser,“ weiß nicht wie mir grad geschieht „Dafür brauchen Sie doch Rechte von der GEMA, wie bekannt!“ Jetzt geb ich für den toten Rio meinen letzten Flaschenpfand Kein Kleingeld für Kanaillen auf der Straße Ich glaube, heut lass ich's lieber sein Ich gehör zu den Lappalien der Gasse Und werde trotzdem mir die Seele frei schreien Kein Kleingeld für Kanaillen auf der Straße Ich glaube, heut lass ich's lieber sein Ich gehör zu den Lappalien der Gasse Doch ich weiß, die Straße ist mein!
3.
Leere Augen, die nur glauben was sie sehen wollen Taube Ohren rauben uns die Melodie der Welt Der Musterlebenslauf sagt uns wohin wir gehen sollen Und wir helfen lieber keinem, der auf unsere Hilfe zählt Hast du meinen Traum gesehen? Hast du meinen Traum gesehen? Ich lief über die rote Ampel und er blieb einfach stehen Ich ging über den Zebrastreifen, das Auto hinter mir hat ihn nicht gesehen Tolle Facetten an der Garderobe abgegeben Wahnsinnspläne, alle nur aufgerollt wie Klopapier Doch ich wollte kämpfen, ich wollte frei sein, ich wollte schreien, Ich wollte leben! Und protestieren mit dem Herzen eines angebundenen Stiers Hast du meinen Traum gesehen? Hast du meinen Traum gesehen? Ich lief über die rote Ampel und er blieb einfach stehen Ich ging über den Zebrastreifen, das Auto hinter mir hat ihn nicht gesehen
4.
03:17
Die Wanderschuh' zerfallen und die Socken ungewaschen Komm ich an in einer unbekannten Stadt Und ich fange an zu lallen und ich schnorr' mir was zu Naschen und nach einer Zigarette bin ich satt Und mein Alter fragt mich "Kind, was machst du morgen bloß?" Und ich denk "Vater, wann bin ich deine Sorgen los?" Und allergrößte Angst hab ich nur noch vor der Nacht Ich hab seit zwei Jahren immerzu denselben Traum Erst wachsen mir die Haare und dann hör ich, wie du lachst Und dann küss ich dich und danach wach ich auf Und schreib mir alles auf, um das Gefühl nicht zu vergessen, Bin der größte Loser unter den Gewinnern Und ich wart nicht mehr darauf, meine nächste Braut zu treffen, ich weiß jetzt schon, sie wird mich an dich erinnern Und Mutter fragt mich "Kind, was machst du morgen bloß?" Ich zieh weiter, schmerzbefreit und sorgenlos Ich bin auch nur einer von vielen und ich hab nicht viel zu geben Und ich kann mich doch trotz allem nicht beschweren Ich werd' die Kunst perfektionieren, in den Tag hineinzuleben Und dann lern' ich, mich von Lächeln zu ernähren Und wenn's nicht klappt, such ich mir Land, so'n halben Morgen groß Und leb wie Henry David, selbstbestimmt und sorgenlos Doch bis dann Einkaufsstraßen, Kneipenabend, Märkte, Bahnen, Strand und Hafen, Schreien und singen und spielen ohne Pause Und weiter bluten, weiter knutschen, weiter jubeln, weiter suchen Bis sich irgendwas so anfühlt wie zu Hause
5.
6.
04:58
Am Anfang verlor' ich die Blätter Vom Glanz war nichts mehr da Die Wurzeln wollten es fester Da der Boden zu locker war Kurz davor die große Stille Mit unglaublich viel Panik gepaart Und der Wind, er kreischt immer weiter Und er heult beinah mehr als ich Und ich denk an seine grauen Wolken Und verliere mein Gesicht Der Sturm wird mich diesmal erschlagen Ich war doch gar nicht für ihn bereit Hatte ich nicht mal Früchte getragen Und mich über Sonne gefreut Doch es stürmt nun schon seit acht Wochen Und scheint die Sonne, kann ich sie nicht sehen Und der Wind, er kreischt immer weiter Und er heult beinah mehr als ich Und ich denk an seine grauen Wolken Und verliere mein Gesicht Was dann kam erscheint mir heut vage Es wirkte fast wie ein Traum Aus Blitzen wurde Feuer und Asche Zerstörung nahm ihren Raum Alles lag brach, war zeronnen Doch auf einmal trieb ein alter neuer Keim Denn der Wind, er pfeift immer weiter Mal freundlich, mal stark in mein Gesicht Ihm zum Trotze werd' ich wieder heiter Seinen Jubel gönn ich ihm nicht
7.
03:51
Ich bin der beste Architekt weit und breit Denn ich bau' Luftschlösser, jederzeit Bin übrigens auch ein super Pilot Bei keiner Bruchlandung in Not Ich bin Gestalter in Bild und Ton Wenn ich vor dem Spiegel turn Doch für dich bin ich die Sonnencrème im Winter Die Diskette im 21. Jahrhundert Und es hätt' mich auch gewundert, wenn du mich als Gärtner fest in deinem Lustgarten anstellst, wenigstens Mist ausstreuen lässt Ich bin ein Kofferträger mit meinem Koffer voller Fragen Bin Boxer, um mich mit meinen Problemen rumzuschlagen Bin Rettungstaucher in den Tiefen meiner Gedankenwelt Ich bin ein Weber, dem manchmal jeder Rahmen fehlt Jetzt bin ich Schaffner, deine Gesichtszüge entgleisen Und Kunstreiter, was meine zügellosen Pläne beweisen Doch für dich bin ich die Sonnencreme im Winter Die Diskette im 21. Jahrhundert Und es hätt' mich auch gewundert, wenn du mich als Gärtner fest in deinem Lustgarten anstellst, Wenigstens Mist ausstreuen lässt Und wenn ich wie ein Drucker wieder in der Tinte sitz' Wär' ich gern dein Komödiant, doch du siehst mich nur als Witz Denn für dich bin ich die Sonnencreme im Winter Wär gern auf der pole position, doch bin leider weit dahinter Und ich bau dir ein Baumhaus, wie der beste Zimmermann Und darf selbst noch nicht einmal an dein Zimmer ran
8.
03:20
Durch meine Synapsen läuft ein kleiner Junge Der weiß nie, was er will Er spielt mit den Gedanken, knotet sie auch mal zusammen, und er trennt nie seinen Müll Er organisiert dort Rebellionen Ohne mich zu schonen Ich sag ihm immer „Es wird Zeit dass du was lernst!“ Doch dann tritt er gegen Wände, macht mir tausende Umstände und ruft „EY ALTER, NIMM DAS LEBEN NICHT SO ERNST!!“ Ich probierte, ihn zu zähmen, seine Launigkeit zu nehmen Und verbannte ihn aus meinen Gehirngängen Dann lief alles mit Raison, ich war Typ Lieblingsschwiegersohn, ließ mich auf alle Bahnen drängen „Du wirst erwachsen,“ sagten alle Ich saß ganz schön in der Falle Und rief den Jungen: „Tut es Not, dass du dich so entfernst?“ Da kam er zum Glück zurück, brach der Ratio das Genick und schrie „EY ALTER, NIMM DAS LEBEN NICHT SO ERNST!!“ Jetzt nimmt er sich zu Herzen, immer wieder gut zu scherzen Langeweile auszumerzen, sucht im Heuhaufen mit Kerzen Brüllt Prometheus von der Klippe, nimmt mich ordentlich auf die Schippe Führt Endorphinwährungen ein, bezahlt nie wieder mit 'nem Schein Weil sie ihn trügen und belügen, stören bei seinen Gesängen In meinen Gehirngängen! Nimm das Leben nicht so ernst!
9.
04:00
Morgen kommt die Zukunft vorbei und stellt mir ihren Sperrmüll vor die Tür Irgendwie ist sie nicht mehr das, was sie mal war In unserer Freundschaft haben wir auch echte Mühe Morgen kommt die Zukunft vorbei Und spinnt mit mir am Rad der Möglichkeit Ich hab ihr einen Kuchen gebacken und hoffe, dass sie mir nicht darauf speit Und bei der Demographieprognose für MV Da wird mir langsam klar: Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie mal war Sie erzählt mir von ihren Problemen Keiner will ihr mehr 'nen Langzeitkredit geben Sie findet auch schon länger keinen Freund Denn jeder fürchtet, sie nicht richtig zu erleben Ihre Nachbarn trauen ihr schon längst nicht mehr Wahrsager wollen sie nicht mehr voraussagen Alle werfen ihr die ganze Zeit vor: „DICH KANN KEINER MEHR ERTRAGEN!“ Und wenn sie keiner mehr ertragen kann, wird mir langsam klar: Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie mal war Die Zukunft hat in letzter Zeit oft Fieber und sie hat neulich mit dem Rauchen angefangen Sie sagt: „Der ganze Druck, der macht mich fertig!“ Noch dazu, dass alle um sie bangen Ich kann sie ja gut verstehen Ich bin kein Zukunftsfeind, nein nein Doch ich glaube, wenn sie morgen bei mir klingelt Lass ich sie doch nicht rein Und bei dem scheiß Zukunftspessimismus ja da wird mir langsam klar Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie mal war
10.
Die Leute haben doch alle Angst in dieser dunklen Zeit Tut mir Leid, da glaub ich nicht dran Dich vom Straßenrand mitzunehmen, dazu wär keiner bereit Tut mir Leid, da glaub ich nicht dran Und die Frau von der Bank sagt ich bräucht 'nen Bausparvertrag und die Altersvorsorge wär auch dran Und ich kratz mich kurz am Kopf, davon hab ich schon gehört „Ach wissen Sie, da glaub ich nicht dran.“ Erstmal zu studieren ist niemals verkehrt Und ohne guten Lohn bist du weniger wert Tut mir Leid, da glaub ich nicht dran Ich mach einfach was ich liebe und deshalb bleib ich ruhig Wenn mich Leute fragen „Kommt man damit auch durch?“ Ja na klar, hey, guck uns doch an Und du schuftest dich ab für einmal Urlaub im Jahr Und verfolgst deinen Karriereplan Ich leb' weiter Hand in' Mund, und das hat auch seinen Grund: Karriere, da glaub ich nicht dran Das ganze Leben wäre weniger schwer Wenn alles nur ein bisschen mehr wie früher wär' Tut mir Leid, da glaub ich nicht dran Das ganze Leben wäre weniger schwer Wenn hier nicht so viele von den anderen wären Tut mir Leid, da glaub ich nicht dran Und der Typ in der Kneipe hat 'nen Brandsatz gebaut Und er sagt er fühlt sich fremd im eigenen Land Und ich geb ihm einen Ratschlag, der ist wirklich gut gemeint: „ZÜND DICH DOCH EINFACH SELBER AN!“ Da glaub ich nicht dran
11.
03:11
I just got fired from my job I guess that's sad I think my boss thought that I steal And if she does I wish I had And I saw it coming, didn't argue, didn't try to fight, just took my bags and said goodnight I guess I don't mind I just got fired from my job and now I have more time to think and read, but all I'll probably do is smoke and masturbate and drink They said my attitude was wrong, and that was true: Why would you care for a company that doesn't care for you? Why would you work for a cause that you actually don't support? Why would you be paid for being bored if money's such a bore? I just got fired from my job and now I'm free I know that paid work's still the norm here but fuck that, it's just not for me And I don't wanna spend my time stacking someone's shelves If I'm gonna be a puppet then I'll hold the strings myself And I'm still clothed and fed and not in any danger, as far as I can tell Thank you cities, thank you stranger Fortune frowns, but I can change her Thank you cities, thank you stranger Thank you cities, thank you
12.
Ich lieg in meiner Tonne Da kommt so einer an „Geh mir aus der Sonne! Geh mir aus der Sonne, Mann!!“ Er sagt, er wär der Kaiser „IS MIR SCHEISSEGAL! Mach die Trompeten leiser und scheiß auf's Kapital!“ Wisst ihr eigentlich, was ihr mir verdankt? Diogenes, der erste Punk! Ich mach mich gerne nackig vor der Autorität Den ganzen Bonzen sag ich „Für Armut ist es nie zu spät!“ Ich lieg in meiner Tonne Da kommt so einer an „Geh mir aus der Sonne! Geh mir aus der Sonne, Mann!!“ Wisst ihr eigentlich, was ihr mir verdankt? Diogenes, der erste Punk! Korinthenkacker sagen mir würde was fehlen die haben noch nie in ner Tonne geschlafen Was wollen die mir erzählen!? Ich lieg in meiner Tonne Ich guck mir alles an Die Polis ist voller Scheiße und ich bin der Bandwurm in ihrem Darm Wisst ihr eigentlich, was ihr mir verdankt? Diogenes, der erste Punk!
13.
03:33
14.
Fünf Uhr morgens, Nettelbeckplatz Besser wird’s heute wohl nicht mehr Schon wieder nicht den Absprung geschafft Nichts gelernt, das das Leben verständlicher macht Und seh zu, wie der Nachtbus mir wegfährt Vier Uhr mittags, herzrasend wach, In mir bahnt sich ein Gefühl an. Ich stolpere in den Flur, und dort steigt es auf Ich auf allen vieren und mein Kopf und mein Bauch Und mein Herz sind so leer wie mein Kühlschrank Und zu sagen hab ich morgens nie was Großes, Wenn man mich fragt, was los ist Wenn man morgens sich nach der Kneipe schon sehnt, Fragt man sich wofür man aufsteht Die Kehle stets trocken, das Geld immer knapp Doch im Kickern zieh' ich euch alle noch ab Wenn ihr mir dafür einen ausgebt Die Stammgäste spielen ein uraltes Spiel: „Wer schafft's, am gewitztesten zynisch zu sein?“ Ich halt mich am Tresen fest, keine Hand frei Guck angestrengt knapp an der Bedienung vorbei und behalt meine Meinungen für mich allein Und zu sagen hab ich eigentlich nie was Großes, Wenn man mich fragt was los ist Ich bleib stumm, mir geht’s hier nicht schlecht unter meinesgleichen, Apropos: „Kannst du mir noch 'ne Flasche reichen?“ Fünf Uhr morgens, Nettelbeckplatz, Besser wird’s heute wohl nicht mehr Schon wieder nicht den Absprung geschafft Nichts gelernt, dass das Leben verständlicher macht Und seh zu, wie der Nachtbus mir wegfährt Sechs Uhr morgens, Niederschönhausen, Endlich am Ende des Heimwegs Irgendein Piepmatz, der meckert und motzt Und ich hab aus Gnade in die Hecke gekotzt, Dass das letzte Bier mir noch reingeht Und zu sagen hab' ich eigentlich nie was Großes
15.
Am ersten Tag im März hat's geregnet Und es regnete als gäbe es nichts andres auf der Welt Ich saß fluchend in der Kneipe und versoff mein ganzes Geld und ich wünschte nur, dass sich der Regen mir vom Leibe hält und jetzt gib mir nen Fuchs, ich geb dir ein'n aus Und Mutter schmeißt mich morgens aus der Koje Damals schuftete ich inner Kaschemme Und mein Chef war ein Bastard und ein Geizhals vor dem Herrn Ein Lügner und Choleriker, kurzum ein mieser Wicht Manchmal kriegte ich meinen Lohn, manchmal behielt er ihn für sich und jetzt gib mir nen Fuchs, ich geb dir ein'n aus Und Mutter schmeißt mich morgens aus der Koje Eines Sonntags ham wir uns um ihn gekümmert vielleicht ist es so passiert und vielleicht hab ich's nur geträumt Da lag er auf dem Bordstein und konnte kaum noch schrein Und ich bin abgehaun und hab die Auszahlung versäumt und jetzt gib mir nen Fuchs, ich geb dir ein'n aus Und Mutter schmeißt mich morgens aus der Koje Und jetzt hab ich ne wunderschöne Bleibe Vorm Fenster seh ich Säufer, Druffis und Schweine vom Amt Auf dem Boden liegen 80 Cent in Flaschenpfand ich könnt noch 10 Flaschen trinken und hätt dann noch immer Brand und jetzt gib mir nen Fuchs, ich geb dir ein'n aus Und Mutter schmeißt mich morgens aus der Koje Die Jungs und ich, wir ham schon einen sitzen Und siehst du uns in Rostock dann grüßt du uns besser nicht Wir singen unsre Lieder und zertrümmern dein Gesicht Hier geht es nicht um Fußball, hier geht’s nur um uns und dich und jetzt gib mir nen Fuchs, ich geb dir ein'n aus Und Mutter schmeißt mich morgens aus der Koje Am ersten Tag im März hat's geregnet Und es regnete als gäbe es nichts andres auf der Welt Halt du lieber Abstand sonst wird dir noch was passieren wir sind Mecklenburger Jungs wir hatten nie was zu verlieren und jetzt gib mir nen Fuchs, ich geb dir ein'n aus Und Mutter schmeißt mich morgens aus der Koje
16.
05:04
Father took us home for Christmas, maybe 2004 We entered through the kitchen and found Granny on the floor And first we thought of leaving But then we checked for breathing And wiped away the whiskey sick and swore and swore and swore And dad had always told us not to swear in front of Gran But now he swore that we're all fucked and opened up a can He said the thirst for booze was inherent, we should get used to it It's locked inside our bloodlines and it's part of Jesus' plan It was sometime in the summer, we were climbing over fences We chewed a bunch of mushrooms 'til the laughing was relentless The racket reached the shooting stars And someone said we should go looting bars And on we went, so happy that the night was going to end us It comes around each year and always takes me by surprise The road becomes a river and I cannot trust the ice

credits

released January 16, 2018

Recorded at BLM Studios Rostock.
Cover Art by Sven Scharfenberg.

Clarinet on Der Wind and Nettelbeckplatz by Max Landsberg.

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Lappalie Rostock, Germany

Lappalie is a quintet from the Baltic coast. They regularly play on the streets and stages of nothern Germany, singing about love, fear, drink and dreams.

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